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Fortuna zeigt Moral, doch die Aufholjagd kommt zu spät

FSV Duisburg

Die Fortuna musste am Sonntag beim FSV Duisburg eine bittere 2:3-Niederlage hinnehmen.

Nach einer verschlafenen ersten Halbzeit und einem 1:3-Rückstand zeigte die Mannschaft nach dem Seitenwechsel Moral und kämpfte sich zurück ins Spiel. Am Ende reichte es trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nicht mehr zum Punktgewinn.

Dabei hatte sich die Fortuna nach der starken ersten Halbzeit aus der vergangenen Woche einiges vorgenommen. Doch von Beginn an fand die Mannschaft nur schwer in die Partie. Bereits nach fünf Minuten schlug es im Fortuna-Gehäuse ein. 1:0 für die Gastgeber. Duisburg war von Beginn an wacher, lief mehr und ging deutlich entschlossener in die Zweikämpfe. Bei der Fortuna dagegen häuften sich Fehlpässe, Zweikämpfe wurden nicht angenommen und gerade im Spielaufbau unterliefen immer wieder unnötige Fehler.

Trotzdem gelang der Fortuna in der 20. Minute der Ausgleich. Hannes Ostgathe blieb vor dem Tor cool und brachte die Gäste zurück in die Partie. Hoffnung keimte auf, doch leider nur kurz. Denn der FSV blieb die aktivere Mannschaft. Besonders die Offensive der Gastgeber bewegte sich viel, bot sich immer wieder an und spielte präzise Pässe in die Schnittstellen. Die Fortuna wirkte phasenweise überfordert und bekam keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. In der 32. Minute ging Duisburg erneut in Führung. Und dann kam der nächste Nackenschlag: In der 45. Minute verschlief die Fortuna einen Standard komplett. Duisburg nutzte die Unachtsamkeit konsequent und erhöhte noch vor dem Pausenpfiff auf 3:1. Eine erste Halbzeit, in der die Gastgeber schlicht mehr investierten und sich die Führung deshalb auch verdient hatten.

Fortuna wacht spät auf und schnuppert noch am Punkt

Die emotionale Halbzeitansprache des Trainerteams zeigte zunächst allerdings noch nicht die erhoffte Wirkung. Es dauerte gut 15 Minuten, ehe die Fortuna endlich richtig wach wurde. Dann entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Jetzt ging es hin und her. Die Duisburger hatten mehrfach die große Möglichkeit, den Deckel auf die Partie zu machen. Gleich zweimal rettete das Aluminium für die Fortuna, dazu kamen weitere gute Chancen der Gastgeber. Auf der anderen Seite erarbeitete sich aber auch die Fortuna ihre Möglichkeiten und blieb gefährlich. In der 70. Minute dann der nächste Hoffnungsschimmer: Die Fortuna bekam einen Elfmeter zugesprochen. Ben Maarten Jansen übernahm Verantwortung und verwandelte souverän zum 3:2.

Plötzlich war die Fortuna wieder mitten in der Partie.

Die Schlussphase wurde zu einem echten Kampf um jeden Meter. Und in der 84. Minute folgte die wohl bitterste Szene aus Fortuna-Sicht. Der bis dahin gute Schiedsrichter lag diesmal daneben: Hannes Ostgathe wurde bei einem versuchten Torschuss von hinten rüde von den Beinen geholt. Für die Fortuna ein klarer Strafstoß, doch der Pfiff blieb aus. Die Fortuna warf in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne. Jeder Ball wurde nach vorne getrieben, jeder Zweikampf wurde angenommen. Auch die sechs Minuten Nachspielzeit gaben noch einmal Hoffnung. Doch der Ausgleich wollte einfach nicht mehr fallen.

„Wir haben die erste Hälfte völlig verschlafen“

Das Trainerteam fand nach der Partie entsprechend deutliche Worte: „Wir haben die erste Hälfte völlig verschlafen. Den Standard in der 45. Minute dürfen wir niemals so zulassen.“ Gleichzeitig sahen die Trainer auch die Gründe für die Leistungssteigerung nach der Pause: „Die Duisburger haben läuferisch viele Körner gelassen. Deshalb waren wir in der zweiten Halbzeit spielerisch und läuferisch besser. Wir konnten den 3:1-Rückstand aber nicht mehr umbiegen.“ Der Blick geht deshalb bereits nach vorne: „Jetzt gilt unser Fokus dem Spiel am Freitag. Ärgerlich! Wir hätten heute ein dickes Ausrufezeichen setzen können.“

So bleibt unter dem Strich eine bittere 2:3-Niederlage. Die Fortuna zeigte nach der Pause Moral und Charakter, belohnte sich für die Aufholjagd aber nicht mehr. Jetzt heißt es: Mund abputzen, die Lehren aus Duisburg ziehen und am Freitag die passende Antwort geben.

 

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PH

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